Legastheniker-Therapie Bremerhaven - Hilfe bei Lese-/Rechtschreibschwäche
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Unter Legasthenie Lese-/Rechtschreibschwäche (LRS) versteht man eine massive und lang andauernde Störung des Erwerbs der Schriftsprache. (Legasthenie - Wikipedia)

In vielen Gesprächen mit Eltern, die Rat suchen, weil sie bei ihrem Kind eine Lese- Rechtschreibschwäche vermuten, müssen wir leider immer wieder feststellen, wie diese Eltern in der Bewältigung ihres Problems allein auf sich gestellt sind. Sie sind weder über die Legasthenie selbst noch über die gebotenen systematischen Hilfen und deren sinnvolle Umsetzung informiert.

Viele Eltern bemerken, dass in Sachen Lese- Rechtschreibschwäche ihres Kindes etwas getan werden muss, und sie bringen auch die Zeit und die Energie auf, mit ihren Kindern etwas zu tun. Nur wissen sie nicht, was die passende Hilfe ist. Die Phänomene der häuslichen "Nachhilfe" sind nur allzu bekannt. Wie viele Väter sitzen noch nach Feierabend mit ihrem Kind zusammen und gehen die Schularbeiten für den nächsten Morgen durch? Wie viele Mütter verbringen ganze Nachmittage neben dem Kind am Schreibtisch? Doch die Mühe zahlt sich nicht aus. Weder mit gutem Zureden, mit Lob und Belohnung, noch mit Drohungen und Strafen können sie dem Kind zu besseren Leistungen verhelfen.
Nicht selten werden solche häuslichen Mühen zu einer wechselseitigen Quälerei, die mit Wutausbrüchen, Tränen und Leistungsverweigerung endet. Manche Mutter verzweifelt schier, weil sie meint, mit gut gemeinten (aber falschen) Tipps wie: "'Bohne' schreibt man mit 'h'- das hört man doch!" dem Kind eine Hilfestellung gegeben zu haben. Wenn aber der Sohn oder die Tochter beim nächsten Wort den Ratschlag anwendet und auch in 'Boden' ein 'h' zu hören meint, so dass er konsequent 'Bohden' hinschreibt, bekommt er oder sie gesagt ,dass man den 'Boden' natürlich nicht mit 'h' schreibe. Was sollen die Kinder jetzt tun, wo offenbar gar nichts mehr "natürlich" ist?
Die Nachfrage bei den Eltern führt nicht weiter, denn die können sich und anderen auch nicht erklären, warum das empfohlene Schreiben nach Gehör auf einmal versagt. Viele Kinder versuchen, sich die scheinbare Willkür in der Rechtschreibung durch eine selbstgebastelte "Privatregel" zu erklären, die dann zu den Eltern und Lehrern ganz unverständlichen Rechtschreibfehlern führt. Andere resignieren vor dem unüberwindlich scheinenden Berg der Rechtschreibprobleme und entwickeln eine Unlust allem Geschriebenem gegenüber.

Derartige Fehlreaktionen zerstören oft den guten Willen der Eltern und verführen sie zu dem abschließenden Schuldspruch, ihr Kind könne und wolle überhaupt nicht lernen. Damit sind die legasthenen Kinder selbst zum Problem geworden und die Lernschwächen, die am Ausgang standen, schleppen sich von Tag zu Tag und von Schuljahr zu Schuljahr fort.

Das muss nicht sein, denn Legasthenikern kann geholfen werden. Wir wollen einerseits den betroffenen Eltern das nötige Wissen an die Hand geben, damit sie mehr Sicherheit im Umgang mit der Lese- Rechtschreibschwäche ihres Kindes bekommen. Wir wollen auf Hilfen für Legastheniker, wie sie in der Schule geleistet werden können, hinweisen. Schließlich wollen wir Eltern und Lehrer mit den konkreten diagnostischen und therapeutischen Hilfen vertraut machen, die das Institut für Legastheniker-Therapie in Bremerhaven mit Erfolg anbietet. Dieser Ratgeber will also die Betroffenheit von Legasthenikern nicht nur anerkennen, er will sich der unterschiedlichen konkreten Hilfsmöglichkeiten für Legastheniker annehmen.

Aber nicht nur Eltern, sondern auch den Vertretern von Behörden und Fachdiensten, den Lehrern und Erziehern und allen, die am Problem der Beeinträchtigung richtigen Schreiben- und Lesenlernens interessiert sind, wollen wir hier Aufschluss geben über die Lese- und Rechtschreibschwächen, ihre psychischen Folgewirkungen sowie die Möglichkeiten ihrer rechtzeitigen Erkennung und Behebung.